eigene lyrik

fremdes wort reist

beeindruckt von dem wort
in der wabe, so und viel
entrissen. mehr noch,
reist umher inzwischen
neben der richtigen? zeit.
in der nacht nur diese eine
und noch ein paar die kommen,
ruft fremd schon ganz laut, ganz
weit gehen wir, gehen wir.

© IsaG

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eigene lyrik

bloß hingehört

dieses und auch das dort
am ast gelehnte blatt mag fern
sehe auch gern das schattige ein
bisschen an dem groben zaun vorbei
zieht luftverwandt die stille aus
dem fenster um das haus
rennen kinder gleich ins abendrot.
der ton dahinter spielt gefangen
auf kreidebunterstraße
reibt sich lachen über gehwege
in farbe und angehende laternen.
©  IsaG

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eigene lyrik

von städteknistern und landsternen

dreckige winde
fegen ohrmuschel-inneres
pfützengrau.
der glockenklang bleicht nach
und fernlicht trifft
angetaute sehnerven,
ein aufschrei
verpasst hier den bus.

das holzknistern
würde hier nächte anbrennen,
wind könnte asche tragen
alles einsame mitnehmen.

doch noch,
hält die stadtnacht
das sternenlicht klein.

© IsaG

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eigene lyrik

aufgeplatzte stunden

dein weiches lid hellt vergebens auf,
wäre er wasserweich vergänglich
der ton, so würde ich farbenlos
mit deiner wimper spielen.
eine hand auf deiner wange
und ohne sprache
zu deinem mund tragen lassen.
von umarmungen  die gestern waren
sich bloßer erinnerungen
entziehen, der durchsicht nah.

jetzt retten wir mit einem sprung,
voll ungewichten dingen
die aufgeplatzten stunden,
und was sonst noch bleibt.

© IsaG

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