eigene lyrik

scherben fliegen mono

es ist still. man könnte annehmen wir kotzen ohne ton.

die fliege summt herum, genauso wie der kühlschrank.

als mein held, hast du die erste weinflasche am hals aufgeschlagen.

die scherben bedecken den holztisch. kleine, mittelgroße split-

ter. ich glaube wir haben gelacht. die fliege balanciert auf dem weinglas

rand. „miniatur akrobatik mit .tik“ sagte ich.

als ob wir den themenlosen abend zelebrieren,

hab ich

gefragt

warum diese energiesparlampe so ein scheiß licht macht. alles grob und körnig macht.

die fliege fliegt du taumelst als S an der frage vorbei und meinst nur,

„es gibt noch ein paar rest.bestände der glühbirnen“,

ein ja und ein mono ton.

glasscherben auf dem tisch die fliege fliegt luftschleifchen

du gähnst nur noch ahhs nur noch nur. und

ich fühl‘ mich schlecht weil ich die fliege in die scherben klatschen will.

Advertisements
Standard
englische lyrik

neglected somewhere / day 25

so I had letters stapled to my chin
to not forget them,
things I wanted to tell, as if they were myths,
tales or, something worth.

and everything gets neglected.

as if databases get washed out and string-
theories are softend up by rain.
a pile of wood lies in the courtyard.

but it’s summer, people say.

Standard
eigene lyrik

eine seifenblase fliegt zwischen opas beinen hindurch

zielgerichtet an den himbeer-strauch, entlang. die feinen
dornen und aus. und sie schaut und schaut schaut schaut
als wenn sich seifige flecken in der luft einen vergessenen moment
lang halten können. ein blick, der wandern, auf sprühnebelfeinen
landschaften geht. und vergeht, weile ist schon idee ist
schon erinnerung geworden, als es wieder ans prusten geht.

(… irgendwann entlernen
alle
das fliegen mit den augen.
so
wälzen wir ungelenk im
gras.
sehen aus wie schweine. aber
tun so
als ob wir so tun müssen.)

opa lässt nicht von den hornspähnen ab. als unkraut-
vernichtungs-mittel? die einsame rebe, dicht, him- an beere
dann zuletzt der wein. die traube, die farbe, die weiß
er nicht mehr. eine einzige wird es sein, die sich streckt
und ihre ranken sonn’befleckten platz suchen, im eckschatten
zueinander. an einander, ihre blätter ausfalten bis zum geht
nicht mehr. sie pustet opa seifenpruste auf den fast haarfreien kopf.

Standard
eigene lyrik

und wenn wir all dies anhalten könnten

würden wir es nie nie, nie nie, tun
denn dafür ist es schon zu grün um
den schwerfälligen ast, der sich vor
lauter blüten lallend zu boden neigt und
gefährten im gras sucht. bei.nah wiese streift,
in der erdrückenden vogel-zwitscherei.

sollten wir je auf: stra-awwwwberry fields
wandern, ohne eine beere zu schmecken?
wegen deren duft wir leicht und immer. im-
mer immer wieder unsere nasen streifen.
könnten fast vergessen, bis jede einzelne
erdbeere sich im rythmus unserer schritte wiegt.

Standard