eigene lyrik

ein wenig ewig

meist sind sie
alle beide fromm in den gesichtern,
mit kleinen haken als paar.
nicht nur das sprechen bleibt noch kleiner nicht
nur die stimme verwaist ein wenig ewig.

ach biete mir sinne und ein dach und
ein garten und leblos bleiben wir. sogar tot.
aber sind es nicht. sind es nicht.

wir schauen nur heraus aus vielen
kleinen falten gleich wie die rose
das sind wir und sie alle also,
sagst du, nur du einmal.

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eigene lyrik

alpenschlichtes yeti

dämmerts schlicht um den alpen-
rand und feuer fängt der schnee eh
nie, niemals tauen tritte rau
das sturmgemüht. auch
lassen keine schweren tannen
grünes licht im yetifell er-
tragen.

©IsaG

© hrogra.wordpress.com

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eigene lyrik

wie? gut.

gerne beschimpft da jemand eine stadt voll
von dir du und die marmelade im früh-
tee, im mittag und nachmittag und
und auch pfützen lachen voll
von dir du und die mandelblätter im morgen-
mund, im späten und tieferen und
und kernlos sind die tomaten zu jeder
ganzen stunde, einzeln geht die sekunde ab.
gerne beschimpft da jemand eine stadt voll
von dir du und.

©IsaG

©paleica.wordpress.com

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eigene lyrik

(nach jahren). tiefe luftzüge ausser farbe.

das eine haus so unterkühlt
hält hier farblos jede blume,
jede wand vielleicht noch trost.
nein, ich tröste nicht und rufe kaum
die zimmerecken an,
ich sitze doch weit.

aber möchte bald gesungen haben
bitte eins bis viele mehr
mehr kindchenlose lieder.

wie ich sie schon nicht mehr kannte!

vor dem wächst, vor dem haus,
das lebhaft angeschwemmte stimm-
gemurmel, wiegt mit in eins und mehr
der winde, aus dem frühding: sommer/
aus dem haus.

©IsaG

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