eigene lyrik

und wenn wir all dies anhalten könnten

würden wir es nie nie, nie nie, tun
denn dafür ist es schon zu grün um
den schwerfälligen ast, der sich vor
lauter blüten lallend zu boden neigt und
gefährten im gras sucht. bei.nah wiese streift,
in der erdrückenden vogel-zwitscherei.

sollten wir je auf: stra-awwwwberry fields
wandern, ohne eine beere zu schmecken?
wegen deren duft wir leicht und immer. im-
mer immer wieder unsere nasen streifen.
könnten fast vergessen, bis jede einzelne
erdbeere sich im rythmus unserer schritte wiegt.

Werbeanzeigen
Standard
eigene lyrik

ich fühle mich beschattet, dann
wenn ich briefe an/über gott? verwerfe,
wegwerfe. in die kleine blaue tonne
neben meinem bett. oder
diese un.göttlichen marien-
figuren meiner oma, umdrehe.
jedes kann noch ihren ton in sich tragen
aber kein wort. im juni sind sie staubig.

Standard
allgemeines aus dem tag

zum lesen

da ich mich ja hier sehr rar gemacht habe und mich jetzt doch wieder das mitteilungbedüftnis packt wollte ich euch mal von einer lyrikzeitschrift berichten namens „kaskaden“. im winter 2010/11 erschien nun die erste ausgabe. nach langem hin und her hat es doch noch mit dem druck geklappt und ich muss sagen sven klöpping, der herausgeber, hat die sache doch fein hinbekommen. sicherlich ist vieles noch verbesserungswürdig doch das wird werden, behaupte ich jetzt mal. die ausgabe hat viele interessante und auch lesenswerte texte, auch solche oder vielleicht auch vor allem solche die sich beim ersten lesen absolut nicht erschließen, dafür drängt sich jedoch nach wiederholtem lesen ein facettenreicher blickwinkel auf. na gut ich denke ich habe genug darüber gesagt, alle interessieren sollten sich eine ausgabe kaskaden direkt ins auge bestellen.

mit texten u. a. von herbert friedmann, knut schaflinger, ulf grossmann und kunstwerken von fränzi vincent. ach ja mein bisschen ist auch noch mit dabei.

Standard
automatisch geschrieben oder auch nur: übung

so in etwa warten

da bin ich der einzelgangerste auf straßen, es kommt landluftschnuppern auf dem mars gleich, nur hier auf erden. und die frage nach dem einzeller preis, ja die währung überhaupt stellt sich nur schleppend. obwohl man oder ich die antwort schon weiss. wer läuft schon gerne kalt oder heiss den rücken der straße ab ohne zu wissen ob nicht gleich schon der hundekot wartet. nur auf den einen schuh wartet, denn die chancen sind gering dass ich mit beiden füßen in scheisse trete. oder? aber viel ehrlicher warte ich auf das verrutschen des bermuda dreiecks, irgendwann muss es doch hier sein.

©IsaG

©paleica.wordpress.com

Standard
eigene lyrik

wie? gut.

gerne beschimpft da jemand eine stadt voll
von dir du und die marmelade im früh-
tee, im mittag und nachmittag und
und auch pfützen lachen voll
von dir du und die mandelblätter im morgen-
mund, im späten und tieferen und
und kernlos sind die tomaten zu jeder
ganzen stunde, einzeln geht die sekunde ab.
gerne beschimpft da jemand eine stadt voll
von dir du und.

©IsaG

©paleica.wordpress.com

Standard