eigene lyrik

wettertuch

es dreht da oben mäuse-
haarig, grau ein wettertuch.
vor lücken klirrklirr an-
gelehntes, sonstwas mit heiligen
schein. nicht sonne. betrunken soll alles
an der luft wanken, dem tropf entgehen.

© IsaG

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automatisch geschrieben oder auch nur: übung

übungsblau-so das sehnen sucht

weil ich grad vor blau keuche im selben gestern und nur im heute so dahin
fliege und so sollte es doch sein so BLAU im heute als ob ich starb oder gestern auferstand oder nie mehr sterben werde werde ich hier sterben oder leben oder beides zusammen oder ich bin einfach ein blau ein ein BLAUER punkt im nichts so groß wie eine nadel zusammen gefasst angefasst so angefasst und leicht erstochen drauf gefasst und nicht gewollt und nicht ersprochen und nicht erblaut BLAU nicht mehr so wenig dahin zu sehen zu sehen dahin will ich nicht will nicht nein das blau will mich nicht und ich das blau aber so und ich hätte es beschwören können zusammen mit der stecknadel und nadelhaufen schwören und aufhören an diese farbe zu denken und ihr dabei noch danken für das schöne und große und weite und nicht mehr gesehene heute punkt punkt punkt

©paleica.wordpress.com

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allgemeines aus dem tag

ehrlich ist schwer ?

es gibt eine interessante sorte mensch. diejenigen welche auf eine „ehrliche“ meinung pochen und dann oho ganz überrascht sind wenn sie zu ehrlich ist. solche schwächen sind natürlich. sicherlich. doch aufregen tut es mich trotzdem. hier ein kurzer gesprächsmitschnitt.

du: „schau mal, wie findest du das? sag bitte deine ehrliche meinung auch wenn es scheiße ist du darfst es ruhig sagen, ich verkrafte das schon. mir ist deine ehrlichkeit wichtig!“

ich (denke): oh sie scheint es ernst zu meinen, will wirklich eine ehrliche meinung. dann schalt ich mal den schongang aus und geb ihr meine ansicht ganz unzensiert.  (lese)  (minuten vergehen) „also ich finds scheiße, egal wie lang du jetzt dafür gebraucht hast aber ich kann damit nichts anfangen,es liest sich sehr langweilig. absolut nicht mein fall. wie wäre es wenn du den anfang…(ich werde unterbrochen)

du: „sag mal wie kannst du das scheiße nennen? ich hab so lang daran gearbeitet. du bist so gemein echt! warum frag ich dich überhaupt, du hast wirklich kein gefühl!! und deine sachen sind ebenso scheiße.“ (geht)

ich (denke): hab ich was falsch verstanden? sollte ich nicht sagen wenn ich es als scheiße empfinde?? sie hat mich noch nichtmal ausreden lassen, denn ich wollte ihr noch mitteilen wie das ganze zu verbessern wäre…warum hab ich mir die mühe gemacht es zu lesen, hätte es doch wissen müssen. ja warum fragt sie mich überhaupt? diese frage hätte ich ihr ins gesicht spuken sollen. ich habe kein gefühl… ist das jetzt auf alles bezogen oder nur textlich gesehen? wie soll ich das auffassen? warum sagt sie mir nie dass mein geschriebenes wort scheiße ist? hätte ich gerne mal vor ein paar wochen gewusst als ich sie um ihre ehrliche meinung bat.

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